Betriebsärztin Ihr Betriebsarzt GmbH

Interview: Kristin Schild | Foto: Anke Sander

Frau Sander, wann und warum haben Sie sich damals eigentlich dazu entschlossen, Ärztin zu werden?
Ich wollte bereits als Kind Ärztin werden, natürlich ohne zu wissen, was das wirklich bedeutet. Daher war meine Vorstellung sehr idealisiert.
Sie arbeiten derzeit als Betriebsärztin; was reizt Sie besonders an dieser medizinischen Ausrichtung?
Dass der Schwerpunkt ganz klar auf der Prävention liegt. Ziele der Betriebsmedizin sind die Erhaltung der Gesundheit der Menschen bei der Arbeit und die Verhinderung von berufsbedingten Krankheiten.
Was gehört denn zu Ihren Aufgaben?
Die Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Dazu gehören insbesondere individuelle tätigkeitsbezogene Beratungen sowie arbeitsmedizinische Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorgen.
Hat die aktuelle Pandemie Ihre Aufgaben beeinflusst und verändert?
Ja. Der Schwerpunkt meiner Beratung liegt jetzt sehr auf Infektionsschutz und Hygiene. Ich berate die Arbeitgeber zur Entwicklung und Umsetzung von Hygienekonzepten und begehe gemeinsam mit ihnen den Betrieb. Dabei lassen sich eventuelle Schwachstellen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen aus infektiologischer Sicht finden und bestmöglich beheben. Außerdem berate ich Arbeitnehmer zum eigenen Risikoprofil in Bezug auf eine mögliche Sars-CoV-2-Infektion.
Als Ärztin wird man sicher stark gefordert; wie können Sie privat am besten abschalten?
Wir wohnen auf dem Land mit viel Wald und Wiesen um uns herum. Inmitten der Natur kann ich immer wieder auftanken, sei es beim Joggen, beim Hundespaziergang oder beim Ausritt. 

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