Ina Reum, Annelie Gündner, Bianca Elsner

Mit Annelie Gündner, Ina Reum und Bianca Elsner stellen sich in diesem Charakter-„Powerfrauen“-Spezial gleich drei Führungskräfte aus dem GDA Göttingen vor.

Interview: Ulrich Drees | Foto: Sascha Franz

Welche Wege haben Sie in Ihre heutige berufliche Position geführt?
(Gündner): Nach meiner Ausbildung zur staatl. examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerin Nepomuk in Erfurt begann ich 2008 als Pflegefachkraft im Pflegeheim „Schloss Friedland“, wo ich mich berufsbegleitend zur Pflegedienstleitung (PDL) weiterbildete und diese Position 2010 übernahm. 2012 wechselte ich dann als Teamleiterin zur Diakoniestation Göttingen und studierte Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen, bevor ich 2015 als Trainee Pflegedienstleitung bei der GDA begann. 2020 habe ich dann hier die PDL übernommen.
(Reum): Nach meiner Schulzeit habe ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden, das ich in der GDA absolvierte. Im Anschluss entschied ich mich für den Beruf der Altenpflegerin. Rasch wurde mir klar, dass ich mich weiterentwickeln wollte, und nachdem ich ein Jahr lang einen Wohnbereich geleitet hatte, wurde mir eine Weiterbildung zur PDL angeboten. Seit 2012 leite ich nun drei Wohnbereiche und seit 2018 auch unsere ambulante Tagespflege.
(Elsner): Als gelernte Restaurantfachfrau war ich deutschlandweit in ganz unterschiedlichen Gastronomiebetrieben, die vom Landgasthaus über Cafés bis zum Hotel reichten, in verschiedenen Funktionen tätig. So habe ich beispielsweise auch schon im Telefonmarketing einer auf Schausteller spezialisierten Firma gearbeitet, bevor ich mich entschloss, in Niedersachsen Wurzeln zu schlagen, um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen.
Frau Gündner, wie motivieren Sie Ihre 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Dazu gehören die Bereitschaft zum Zuhören, Wertschätzung und Loyalität, konstruktive Kritik ebenso, wie praxisnahe und qualifizierte Fortbildungen anzubieten, um „Selbstverwirklichung“ zu ermöglichen. Eine transparente Kommunikation ist ebenso wichtig wie authentische Führung. Mitarbeiter sollten weder über- noch unterfordert werden. Außerdem beziehe ich sie in Entscheidungen ein und berücksichtige ihre jeweilige Lebenssituation.
Frau Reum, zu Ihrer Arbeit gehört auch der gerontopsychiatrische Bereich. Ist es schwer, Bewohner gleichzeitig fachlich gut zu versorgen und sie trotzdem immer als Menschen im Blick zu behalten?
Der ist eine besondere Herausforderung, für die nicht jeder geeignet ist. Deshalb besprechen wir bei der Einstellung eines neuen Mitarbeiters genau, wo sich der Einzelne selbst sieht. In der Gerontopsychiatrie ist es sehr wichtig, auf die einzelnen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen einzugehen, sie zu verstehen und Situationen zuzulassen, die für uns nicht „normal“ erscheinen.
Frau Elsner, vom Café-Restaurant „Panorama“ über den Kiosk bis zur Bowlingbahn leiten Sie die gesamte Gastronomie des GDA und richten dazu noch Geburtstagsfeiern, Jubiläen und Tagungen aus – zieht sich ein roter Faden durch Ihre Arbeit?
Wir sollten den Zimmerservice nicht vergessen – doch trotzdem bin ich aus meiner Sicht auch nur ein Zahnrad im großen Ganzen des GDA, dessen Team insgesamt in erster Linie unseren Gästen und Bewohnern eine gute Dienstleistung anbietet.

www.gda.de

Und in Ihrer Freizeit …?
Annelie Gündner: Neben Familie und Freunden widme ich mich als Fußballtrainerin der D-Jugend des DJK Arenshausen. Aktiv spiele ich bei der 1. Damenmannschaft TSV Groß Schneen. Darüber hinaus fahre ich Rennrad und jogge, lese viel und schaue gern Serien.
Ina Reum: Gartenarbeit entspannt mich geradezu vollkommen. In meinem Garten kann ich abschalten und den Tag ausklingen lassen.
Bianca Elsner: Ich nähe und häkle gern, und verbringe meine Urlaube immer wieder gern auf schönen Campingplätzen.